Ausgabe vom - Bauen & Wohnen

Die doppelte Skijacke

Unalltägliche Alltagsgeschichten

hs. Eine Mutter schenkte ihrem Sohn eine Skijacke. Dabei stellte sich die Frage: Ist sie nun schwarz oder stark dunkelblau? Der Bruder des Beschenkten recherchierte im Onlineshop des Kaufhauses, in dem die Mutter das gute Stück erstanden hatte. Dabei sah er auch den Preis: 199 €. Die Mutter stutzte:
Sie hatte an der Ladenkasse 299 € bezahlt. Man muss nun dazu sagen, der Vorfall ereignete sich in einer schwäbischen Stadt. Die Aufregung war also groß, und schnell wurde klar: Die Jacke muss zurückgegeben und gleich wieder im Onlineshop gekauft werden, natürlich um 100 € billiger. Der erste Schritt - die Rückgabe - war rasch erledigt. Der zweite - die Onlinebestellung - erwies sich als komplizierter. Es wurde sogar nach dem Alter des angehenden Jackenträgers gefragt. Man konnte dabei nicht einfach das Geburtsdatum eintippen, sondern musste die Jahre zurück- scrollen. Das waren in diesem Fall aber 53. Irgendwann verlor dabei der mit der Bestellung beauftragte Bruder die Lust, und er bestätigte ein gerade auftauchendes Datum. „Das merkt ja keiner, wie alt Du wirklich bist“. Doch ihm war die Geduld eindeutig zu früh ausgegangen. Am folgenden Tag erhielt der Jackenanwärter einen Anruf, seine Bestellung könne nicht einfach so ausgeführt werden, weil er ja noch nicht volljährig sei. Außerdem sei die Jacke im Onlineshop mittlerweile vergriffen. Der Benachrichtigte rief schnell im Kaufhaus an und ließ sich dort die Jacke zurücklegen - diesmal für 199 €. Kurz danach erhielt er eine Nachricht vom Onlineshop: Das gewünschte Modell sei doch noch da und werde ihm zugeschickt. Jetzt hatte er plötzlich zwei Jacken. Er schaffte es jedoch, eine davon zurück zu geben und mit der anderen irgendwann Ski fahren zu gehen.

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