In Maßen?
Tipps nebenbei
hs. Dass hoher Alkoholkonsum nicht gerade die Gesundheit fördert, ist hinlänglich bekannt. Doch wie steht es mit mäßigem Alkoholgenuss, und was ist mäßig? Hierzu herrscht seit Jahren eine lebhafte Diskussion, bei der mal die eine Seite und mal die andere die Oberhand gewinnt. Das Erstaunliche dabei: Die verschiedenen Ansichten berufen sich häufig auf dieselben Studien beziehungsweise Untersuchungen, die sie jedoch unterschiedlich analysieren.
Nun haben zwei Forschergruppen die vorhandenen Daten neu ausgewertet. Die eine Gruppe aus Seattle kam zu dem Eindruck, dass von 20 Krankheiten nur für eine - bösartige Tumore des Rachenraumes - das Erkrankungsrisiko schon bei moderaten Trinkmengen merklich ansteigt.
Die zweite Gruppe aus Toronto ermittelte: Wenn unter 1000 Personen jede pro Woche regelmäßig sieben alkoholische Standardgetränke trinkt, erleidet eine von ihnen früher oder später einen alkoholassoziierten Tod, also einen Tod, der durch Alkoholkonsum verursacht wird. Diese Quote steigt an bei 14 Drinks pro Woche auf einen alkoholassoziierten Sterbefall pro 25 Personen und bei 3 Drinks pro Tag auf einen von 14 Männern oder von 12 Frauen.
Fazit: Wir können es wohl so handhaben wie in den Mittelmeerländern, wo man ab und zu ein Gläschen trinkt und sich einer hohen Lebenserwartung erfreut.
Weil alles mit allem zusammenhängt
Hausärzte Nersingen - Dr. Florian Brückner, Sebastian Rödl, Verena Grünwald









