Investition Migration
Erfreuliches
hs. Was ist eine Investition? Man hat am Anfang viel Ärger, Mühen und Kosten und später Erträge, die - wenn es gut läuft - in der Summe die Aufwendungen erheblich übersteigen.
Auch die Migrationswellen, die Deutschland schon erlebt hat, entpuppten sich nach einigen Jahren als Investition, mit der man zufrieden sein konnte. Denn die meisten Eingewanderten und ihre Kinder haben sich im Laufe der Jahre gut integriert und arbeiten ungefähr so viel wie der Rest der Bevölkerung. Das war bei den Heimatvertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg ebenso wie bei den Russlanddeutschen in den 90er Jahren und den Flüchtlingen, die 2015 zu uns kamen. Und nichts anderes erleben wir anscheinend auch mit denjenigen Menschen, die in jüngster Zeit hier Zuflucht suchen, beispielsweise mit den Ukrainern.
Das wurde deutlich bei einem Pressegespräch, zu dem die Agentur für Arbeit Ulm am 14. Januar 2026 einlud. Agenturleiter Dr. Torsten .Denkmann erläuterte nämlich auch den "Aufwuchs der Beschäftigtenzahlen" in unserer Region, sprich: Auf welche Menschen entfällt der Anstieg an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten?
Der gesamte Beschäftigungszuwachs betrug 2.436 Menschen in 2024 - neuere Zahlen lagen noch nicht vor. Und wie viele kamen davon aus Deutschland? 139. Das entspricht einem Anteil von 5,71%. Der Rest - 94,29% - stammte aus dem Ausland. Allein die Gruppe der Ukrainer war mit 455 Menschen mehr als dreimal so stark wie die der deutschen Staatsangehörigen.
Das heißt, es lohnt sich, in Migration zu investieren, also sich am Anfang über vieles aufzuregen und sich später über dringend benötigte Arbeitskräfte zu freuen.
Krisenursachen erkennen, bevor sie entstehen
NET Das Business Netzwerk - Vortrag von Viola Restle am 16. März 2026, 19 Uhr




