Das Update
Unallägliche Alltagsgeschichten
hs. Lebensfreude-Autor Dr. Helmut Schomaker hat einige Stärken - mit Aufgaben rechtzeitig fertig zu werden, gehört eher nicht dazu. So schafft er es meist nur mit viel Hektik und Nachtschichten, die Seiten für eine neue Lebensfreude-Ausgabe einigermaßen pünktlich fertigzustellen und an die Druckerei zu übermitteln.
Auch vor der Jahresendausgabe 2025 saß er abends noch lange am PC, um Artikel zu verfassen und Anzeigenmanuskripte zu schreiben. Als er an einem Mittwoch zu später Stunde seinen PC runterfahren wollte, kündigte sich ein großes Windows 11-Update an. Er ließ den Rechner laufen, damit sich das Update installieren konnte, und erledigte andere Dinge. Als er zu Bett ging, kam er am PC vorbei, sah den schwarzen Bildschirm und schaltete den Strom aus, wie er es immer tat, wenn sich der Rechner runtergefahren hatte. Dann ging er schlafen.
Am nächsten Morgen setzte er sich an den PC, um weiterzuarbeiten. Doch der Bildschirm war schwarz und blieb es auch - egal welche Tasten sein immer nervöser werdender Besitzer auch drückte. Dieser ahnte allmählich, dass am Vorabend das Update noch gelaufen haben musste, als er dem Rechner den Strom abgeschaltet hatte.
Er rief einen befreundeten Computerexperten an und schilderte ihm das Problem. Dieser sagte, "Oh, das ist schlecht", ließ alles stehen und liegen und kam ins Lebensfreude-Büro. Dort drückte er einige Tasten, ohne Resonanz zu erzielen, und nahm den Rechner mit, um ihn zu Hause wieder in Gang zu bringen
Helmut Schomaker blieb zurück an einem Schreibtisch ohne arbeitsfähigen PC. Es war Donnerstagvormittag, und am Sonntagabend mussten die fertigen Seiten an die Druckerei gehen. Er begann, seine Artikel von Hand auf Papier zu schreiben, was mühsam und kaum lesbar war. Seine Mails rief er über das Smartphone ab.
Der Computerexperte meldete sich wieder: Der Rechner tut immer noch nicht. Deswegen lädt er alle nötigen Programme auf einen Ersatzrechner. Nur gibt es ein Problem: Die Version des Seitengestaltungsprogramm namens Indesign ist alt und hat deswegen das Windows Update nicht unbeschadet überstanden. Anderen Anwendern erging es auch so, und in den Internetforen häufen sich die Beschwerden. Darum hat er eine neue Testversion installiert, die zehn Tage genutzt werden kann.
Der Computerexperte brachte den arbeitsfähigen Ersatzrechner. Der Autor konnte wieder an den Lebensfreude-Seiten arbeiten und war überglücklich. Es war Donnerstagabend.
Am Freitagvormittag befand das Ersatz-Indesign-Programm wohl, genug getestet worden zu sein, und stellte seine Tätigkeit ein.
Der panisch herbeigerufene Computerexperte kam, löste das Problem irgendwie, und der Autor konnte weiterarbeiten, bis wieder eine Störung auftrat. So ging es hin und her.
Noch am Samstagabend war offen, ob sich die Seiten fertigstellen lassen. Doch es gelang.
Dann fiel Helmut Schomaker auf, dass die neue Indesign-Konstruktion nicht das Format hatte, in dem man die Seiten an die Druckerei schicken musste. Mit anderen Worten: Die Seiten waren also endlich fertig im Rechner, jetzt kriegte man sie nicht mehr raus. Mit dieser wenig beruhigenden Vorstellung ging Helmut Schomaker Samstagnacht ins Bett.
Als er sich am Sonntagmorgen wieder an den PC setzte, war das Format plötzlich da. Vielleicht hatte es sich sein System nachts runtergeladen. Helmut Schomaker schickte die Seiten sofort an die Druckerei, bevor es sich sein Rechner noch anders überlegt.
Die Ausgabe konnte erscheinen und in der Druckerei wird man sich gewundert haben, warum die Seiten so früh kamen wie noch nie.
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NET Das Business Netzwerk - Vortrag von Viola Restle am 16. März 2026, 19 Uhr





