Von guten Mächten wunderbar geborgen
Palliativpflege im SeniorenWohnen Ludwigsfeld
Palliativmedizin
hs. Normalerweise arbeitet die Medizin "kurativ", das heißt: Sie will eine Krankheit heilen und die Gesundheit wiederherstellen. Doch in manchen Fällen ist das nicht mehr möglich, und der Mensch befindet sich in seiner letzten Lebensphase. Dann kann die Medizin "palliativ" helfen, indem sie Symptome lindert und die Lebensqualität verbessert.
Das lateinische Wort "Pallium" steht für "Hülle" und bezeichnete ursprünglich ein mantelähnliches Obergewand der Römer. Entsprechend geht es der Palliativmedizin darum, die Patienten wie ein schützender Mantel zu umhüllen und ihnen Geborgenheit zu geben.
Palliativversorgung
Diese Ziele lassen sich nicht nur unmittelbar in der Medizin verfolgen, sondern auch in der Pflege und in der Beratung. Zusammengefasst werden all diese Maßnahmen unter dem Sammelbegriff Palliative Care beziehungsweise Palliativversorgung. Darunter versteht die Weltgesundheitsorganisation WHO einen „Ansatz, mit dem die Lebensqualität der Patienten und ihrer Familien verbessert werden soll, wenn sie mit einer lebensbedrohlichen Krankheit und den damit verbundenen Problemen konfrontiert sind. Dies soll durch Vorsorge und Linderung von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen und fehlerlose Erfassung und Behandlung von Schmerzen und anderen physischen, psychosozialen und spirituellen Problemen erfolgen“.
Palliative Care und GVP-Beratung im SeniorenWohnen Ludwigsfeld
Marlies Noll ist seit einem Jahr im SeniorenWohnen Ludwigsfeld die Ansprechpartnerin für Palliative Care. Die gelernte Krankenschwester absolvierte eine Weiterbildung in diesem Bereich sowie als GVP-Beraterin, das heißt: als Fachkraft für die Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase.
Worin bestehen ihre Aufgaben?
Sie schult die Pflegeteams darin, worauf es bei der Palliativpflege ankommt, und sensibilisiert für dieses Thema. Denn ihrer Beobachtung nach besteht Palliativversorgung aus "90% Haltung und 10% Fachwissen".
Bei den Bewohnern - und natürlich Bewohnerinnen - weckt Marlies Noll zunächst Interesse für eine Frage, die sich wohl niemand gerne stellt: "Wie will ich mein Lebensende gestalten?" Wer bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen, den unterstützt die GVP-Beraterin dabei. Die Ergebnisse dokumentiert sie dann meist in einer Patientenverfügung. Hier legen die Betroffenen vor allem fest, welche lebenserhaltenden Maßnahmen ergriffen oder unterlassen werden sollen, wenn der Ernstfall eintritt und sie selbst nicht mehr entscheiden können.
Im Ernstfall
Und was macht Marlies Noll, wenn ein Bewohner unheilbar die letzte Lebensphase erreicht hat? Kann er seine Angelegenheiten noch selbst regeln, bespricht sie mit ihm seine Wünsche und Bedürfnisse. Ist er nicht mehr handlungsfähig, dann klärt sie, ob eine Patientenverfügung vorliegt oder etwa ein Angehöriger bevollmächtigt ist.
Aus den gewonnenen Erkenntnissen erstellt sie in Abstimmung mit dem Hausarzt einen Notfallbogen. Dieser liefert - sozusagen auf einen Blick - die wesentlichen Informationen. So ermöglicht er den oft unter Zeitdruck stehenden Ersthelfern und Ärzten, sich schnell zu orientieren.
Zudem hält Marlies Noll in einem Palliativplan umfassend fest, was bei der Behandlung und Pflege zu beachten ist.
Natürlich sind viele Gespräche nötig, damit alle Beteiligten - Ärzte, Pflegekräfte, Seelsorge, Hospiz, Angehörige... - an einem "palliativen Strang ziehen" können.
Wichtig ist dabei auch, die Angehörigen einzubeziehen und zu begleiten. Für sie gibt es sogar "Letzte Hilfe Kurse". Hier lernen sie unter anderem, was sie für die Nahestehenden am Ende des Lebens tun können.
Sterbebegleitung
Wesentlicher Bestandteil der Palliativversorgung ist die Sterbebegleitung. Dabei steht man dem Patienten beruhigend zur Seite, spricht ihm tröstend zu und behandelt auch spirituelle Themen.
So tragen viele Elemente dazu bei, dass sich die in ihrer letzten Lebensphase stehenden Menschen in den Worten des Theologen Dietrich Bonhoeffer sagen können: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag."
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