Ausgabe vom 11. Oktober 2014 - Bauen & Wohnen

Energieausweis ab 1.5.2014

Bernd Kuhn, Ingenieurbüro für Immobilien

hs. Jeder Bürger braucht einen Personalausweis und jede Immobilie einen Energieausweis: Bereits seit einigen Jahren ist ein Energieausweis vorgeschrieben für alle Gebäude, ob sie nun als Wohnraum oder anderweitig genutzt werden. Doch seit dem 1. Mai muss man den Energieausweis unaufgefordert vorlegen, wenn man eine Immobilie verkaufen oder vermieten will. Das gilt bereits bei der ersten Wohnungsbesichtigung, erklärt Bernd Kuhn. Er betreibt in Blaubeuren ein Ingenieurbüro für Immobilien und Energieberatung. Er erstellt zurzeit sehr viele Energieausweise und schildert, was es mit ihnen auf sich hat: Der Energieausweis bewertet ein Haus oder eine Wohnung nach dem Energieverbrauch. Er soll Käufern oder Mietern Hinweise geben auf die zu erwartenden Strom- und Heizkosten. Ermittelt werden kann er auf zwei Arten:

Der Verbrauchsausweis wertet die Strom- und Heizrechnungen der letzten drei zusammenhängenden Jahre aus. Seine Ergebnisse hängen jedoch davon ab, wieviel Menschen gerade in der Wohnung lebten. Deswegen erstellt ihn Bernd Kuhn eigentlich nur für Immobilien, die nach dem 1.11.1977 erbaut oder grundlegend saniert wurden. Denn zu diesem Stichtag trat eine Wärmedämmungsverordnung in Kraft, die bereits einen ordentlichen Standard energiesparender Baumaßnahmen vorschrieb.

Bei älteren Immobilien bevorzugt Bernd Kuhn den Bedarfsausweis. Hier sieht sich der Gutachter nicht die Verbrauchsabrechnungen an, sondern das Gebäude selbst: Wann, wie, mit welchen Materialien wurde es gebaut, wie ist es gedämmt etc.? Der Bedarfsausweis führt nach überwiegender Einschätzung zu objektiveren Werten. Der Energieausweis

Der Energieausweis, der übrigens alle zehn Jahre erneuert werden muss, nützt nicht nur einem möglichen Käufer oder Mieter. Er gibt auch dem Eigentümer gute viel Wärme und heizt vor allem über Strahlung. Dass er deswegen besonders wenig Staub aufwirbelt, macht ihn auch bei Allergikern beliebt. Beliebt sind alle Öfen - ob mit Luft- oder mit Strahlungswärme - bei all denjenigen, die sparen wollen. Denn Heizen mit Holz ist nicht nur behaglich, sondern auch günstig.Hinweise, wie sich Energie und Kosten sparen lassen. Und das lohnt sich angesichts der stark gestiegenen Strompreise. So wurde das Heizen mit Nachtspeicheröfen - beobachtete Bernd Kuhn - immer teurer. Es verursacht mittlerweile laufende Nachtstromkosten von schätzungsweise 0,17  bis 0,18 € je Kilowattstunde (kWh). Öl und Gas sind nicht einmal halb so teuer, sie kosten etwa 0,07 bis 0,08 € pro kWh. Noch günstiger in dem Vergleich, der Anschaffungs- und Wartungskosten nicht berücksichtigt, schneidet das Holz ab. Es kostet ungefähr 0,04 bis 0,06 € je kWh.

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