Ausgabe vom 07. September 2013 - Sport & Bewegung

Aikido: Einfach ausgewichen

hs. Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die zur Geduld ezieht. Sie will Konflikte möglichst harmonisch lösen. Angriffe werden deswegen durch Abwehr-, Wurf- oder Haltetechniken so umgeleitet, dass der Angreifer ins Leere läuft, zu Fall kommt oder durch einen Hebelgriff fixiert ist. Der 50jährige Joachim Vietzen - Inhaber der Gärtnerei Vietzen in Neu-Ulm - hat schon viel Geduld bewiesen: Er trainiert Aikido seit rund 25 Jahren, unterrichtet es seit 18 Jahren beim VfL Ulm/Neu-Ulm und erwarb vor 10 Jahren den Schwarzgurt. Unter den Aikido-Schwarzgurten gibt es fünf Stufen, vom 1. bis zum 5. DAN, die man durch Prüfungen erwerben kann. Nun, am 1. August 2013, hat Joachim Vietzen die Prüfung zum 3. DAN bestanden. Er schildert uns, warum er so beharrlich Aikido betreibt:

Das Training bringt meinen durch Büroarbeit und Gartenbau beanspruchten Rücken in Form. Im Alltag hilft der friedliche Charakter des  Aikido mir oft dabei, Ruhe zu bewahren. Zur Selbstverteidigung mußte ich Aikido bisher nur zweimal einsetzen. In beiden Situationen ging ein Angreifer wutentbrannt auf mich los. Ich bin einfach nur mit dem Aikido-Grundschritt ausgewichen und habe dabei den Heranstürmenden leicht zur Seite geschubst. Nachdem er so mehrmals an mir vorbei gelaufen war, sah er darin wohl keinen Sinn mehr. Er zog friedlich von dannen. Niemandem ist etwas passiert. Das ist für mich Aikido.

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